Stromausfall Aquarium – so schützt die Powerstation Deine Fische
Ein Stromausfall kann für ein Aquarium eine ernsthafte Gefahr sein. Im Bruchteil einer Sekunde fallen lebensnotwendige Geräte wie Filter, Heizung und Beleuchtung aus. Die Folgen: Sauerstoffmangel, Temperaturschwankungen und im schlimmsten Fall das Sterben der Fische. Mit der richtigen Vorbereitung und einer Powerstation kannst Du solche Risiken minimieren und Dein Aquarium auch während eines Stromausfalls sicher versorgen.
Was passiert bei einem Stromausfall im Aquarium?
Wenn der Strom ausfällt, stehen die wichtigsten Funktionen Deines Aquariums still. Wenn Du dagegen nicht in kürzester Zeit etwas unternimmst, hat das fatale Folgen:
Sauerstoffgehalt
Normalerweise sorgt der Aquarienfilter für die Sauerstoffversorgung im Becken. Doch bei einem Stromausfall funktioniert auch der Filter nicht mehr. Der Sauerstoffgehalt sinkt rapide. Besonders empfindlich reagieren große Aquarien mit vielen Fischen darauf.
Besonders empfindlich gegenüber niedrigem Sauerstoffgehalt sind:
- Regenbogenfische
- Diskusfische
- Afrikanische Buntbarsche
Temperaturabfall
Auch die Heizung im Aquarium fällt bei einem Stromausfall aus. Besonders fatal ist dies für Warmwasserfische. Generell bevorzugen tropische Zierfische konstante Wassertemperaturen zwischen 24 und 26 °C. Kurzzeitige Schwankungen von 1 bis 2 °C werden dabei toleriert. Nicht jedoch länger anhaltende Abweichungen. Wie schnell bei einem Stromausfall im Aquarium die Wassertemperatur sinkt, ist aber unterschiedlich. Entscheidend dafür sind die Raumtemperatur, Aquariengröße und Isolierung. Kleinere Aquarien kühlen jedoch schneller ab als größere. Fische, die besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren:
- Diskusfische
- Skalare
- Neonfische
Fehlende Wasserbewegung
Ohne Pumpen oder Strömungsgeräte gibt es im Aquarium auch keine Wasserzirkulation. Dadurch entstehen sogenannte „tote Zonen“, in denen sich Schadstoffe wie Ammoniak und Nitrit ansammeln. Das beeinträchtigt die Wasserqualität erheblich und gefährdet die Gesundheit der Fische. Denn ohne funktionierende Filter steigt die Konzentration von Ammoniak schnell an. Gleichzeitig nimmt der Sauerstoffgehalt ab, was die Aktivität der nitrifizierenden Bakterien beeinträchtigt. Denn diese Bakterien wandeln Ammoniak in Nitrit um und bauen Nitrit anschließend zu Nitrat ab.
In den ersten Stunden eines Stromausfalls (ca. 1 bis 2 Stunden) kann es noch zu einem Anstieg der Nitritwerte kommen, da die Umwandlung noch eingeschränkt abläuft. Nach etwa 4 bis 8 Stunden sterben die nitrifizierenden Bakterien jedoch ab und es gibt keine Umwandlung mehr.
Die Folge: Giftige Stoffe wie Ammoniak und Nitrit verbleiben im Wasser und gefährden die Fische. Besonders empfindlich auf diese Bedingungen reagieren Arten wie:
- Goldfische
- Guppys
- Malawi-Buntbarsche
Kein Licht für Pflanzen
Der Stromausfall im Aquarium schadet aber auch den Pflanzen. Denn wie jede Pflanze brauchen auch diese Licht für die Photosynthese. Ohne Beleuchtung wird die Produktion gehemmt.
Pflanzen, die besonders stark auf Lichtmangel reagieren:
- Vallisneria
- Wasserpest
- Amazonasschwertpflanze
Daher ist eine Powerstation bei einem Stromausfall im Aquarium sinnvoll
Eine Powerstation ist daher die perfekte Lösung, um Dein Aquarium bei einem Stromausfall zu schützen. Die unabhängige Energiequelle versorgt Filter, Heizung und Beleuchtung weiterhin mit Strom. Wie lange eine Powerstation die Notstromversorgung übernehmen kann, hängt von ihrer Kapazität ab. Ein Modell mit 500 Wh betreibt beispielsweise eine Aquariumheizung mit 100 Watt etwa fünf Stunden lang.
Welche Powerstation passt zu Deinem Aquarium?
Damit die Powerstation Dein Aquarium im Stromausfall zuverlässig versorgen kann, solltest Du vor dem Kauf einige Punkte beachten:
- Addiere den Stromverbrauch aller Geräte, die Du betreiben musst. Ein Beispiel: Filter (10 W), Heizung (100 W) und Beleuchtung (20 W) ergeben zusammen 130 Watt. Damit kannst Du die Mindestleistung der Powerstation bestimmen.
- Die Kapazität der Powerstation wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Eine Powerstation mit 500 Wh kann ein Gerät mit 100 W etwa fünf Stunden betreiben. Für den Fall eines längeren Stromausfalls solltest Du aber lieber ein Modell mit einer höheren Kapazität kaufen.
- Achte darauf, dass die Powerstation die richtigen Anschlüsse für Deine Technik im Aquarium hat.
Was tun, wenn Du keine Powerstation hast?
Falls Du noch keine Powerstation hast, kannst Du die Fische im Aquarium während eines Stromausfalls folgendermaßen schützen:
- Batteriebetriebene Luftpumpen: Diese kleinen Geräte versorgen das Wasser weiterhin mit Sauerstoff. Sie sind eine einfache und günstige Möglichkeit, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen.
- Isolierung des Aquariums: Decken oder Styroporplatten helfen, die Wassertemperatur zu halten. Besonders bei kleineren Aquarien ist die Methode wirksam.
- Weniger füttern: Während eines Stromausfalls solltest Du das Futter reduzieren, da Futterreste die Wasserqualität verschlechtern.
- Manuelle Wasserbewegung: Durch Umrühren des Wassers oder das Umfüllen mit einem Becher kannst Du kurzfristig Sauerstoff ins Wasser bringen.
Warum ist eine Powerstation langfristig sinnvoll?
Du siehst: Ein Stromausfall im Aquarium kann schnell schwerwiegende Probleme nach sich ziehen, die das Leben Deiner Fische gefährden. Eine Powerstation ist die beste Lösung, um wichtige Geräte wie Filter, Heizung und Beleuchtung weiterhin zu betreiben. Außerdem schützt sie nicht nur Deine Fische. Die portablen Batteriespeicher sind auch in vielen anderen Situationen – etwa beim Camping – nützlich. Zusammen mit weiteren Maßnahmen wie batteriebetriebenen Luftpumpen oder der Isolierung des Aquariums bist Du dann bestens auf den nächsten Stromausfall im Aquarium vorbereitet.